Jahresrückblick 2020
(Teil 2)

Mittlerweile ist das Jahr 2020 schon fast Geschichte und es wird Zeit das Jahr Revue passieren zu lassen. Im Sommer habe ich das erste Halbjahr bereits zusammengefasst und meine besten Bilder präsentiert. Nun folgt also Teil 2 mit den Fotos des zweiten Halbjahres.

Da ich im zweiten Halbjahr deutlich mehr für die Schule arbeiten musste, war meine fotografische Ausbeute eher etwas geringer.

Sommer

In den Sommerferien war ich für zwei Wochen im Engadin. Highlight der zwei Wochen war eine Zwergtaucher-Familie, welche ich aus nächster Nähe fotografieren konnte. Bisher hatte ich nämlich so meine Mühe mit Zwergtauchern. Doch diese Familie war recht zutraulich und so konnte ich diese recht gut beim Fischen und Füttern fotografieren.

  • Ein Zwergtaucher füttert eines seiner Jungen.
  • Ein Zwergtaucher schüttelt sich.
  • Ein Zwergtaucher mit einem Jungen.
Ein Kormoran ruht sich im Hafen aus.

Am gleichen See hatte es auch einige Reiherente. An einem nebligen Morgen konnte ich diese ebenfalls fotografieren. Um mehr vom wunderbaren Nebel zu zeigen entschied ich mich dabei für eine vertikale Komposition. Der wunderschöne Verlauf im Bild wurde durch den dunklen Tannenwald im Hintergrund noch verstärkt.

Auch Landschaftlich konnte ich in den 2 Wochen einige gute Bilder machen. So konnte ich unter anderem zum ersten Mal wirklich ein gutes Foto von einem Gewitter schiessen. Weitere Fotos von den 2 Wochen findest du auf meinem Blogartikel über die beiden Ferienwochen.

Eine Rohrweihe hat eine Maus am Boden gesehen und begibt sich in den Sturzflug.

In den Sommerferien hatte ich ein Feld gefunden, auf dem mehrere Neuntöter-Paare ihre Jungen aufzogen. Ich verbrachte also einige Morgen damit, diese zu fotografieren. Glücklicherweise wuchsen in diesem Feld einige Nachtkerzen und ich konnte die Vögel auf diesen eindrücklichen Pflanzen fotografieren.

Gegen Ende des Sommers ziehen jährlich viele Limikolen durch die Schweiz in den Süden. Limikolen standen bei mir schon länger auf der Liste und so verbrachte ich viel zeit ab Ende August mit Limikolen. Besonders mit den Alpenstrandläufern hatte ich dieses Jahr sehr viel Glück und so konnte ich mehrere Individuen aus nächster Nähe fotografieren. Diese waren z.T. so zutraulich, dass diese mir fast über den Arm gelaufen sind.

Alpenstrandläufer waren aber nicht die einzigen Limikolen, die ich fotografieren konnte. Weitere Arten waren z.B. Sandregenpfeifer, Kampfläufer und Steinwälzer.

Herbst

Im Herbst beobachtete ich dann per Zufall eine Raubmöwe, welche dem Bielersee entlangflog. Sie war recht zutraulich und flog nur wenige Meter an mir vorbei! Erst nach längerem Bestimmen mit dem Svensson und durch Bestätigung mehrere Ornithologen konnte ich dann die definitive Vogelart bestimmen. Es war eine Falkenraubmöwe! Falkenraubmöwen sind in der Schweiz recht selten und es handelt sich dabei meist um Individuen, welche sich verflogen hatten.

Eine Rohrweihe hat eine Maus am Boden gesehen und begibt sich in den Sturzflug.

Fast zwei Wochen später traf ich dann in einem Feld auf eine weitere Falkenraubmöwe. Ob es sich um das gleiche Tier handelte kann ich aber nicht sagen. Ich vermute es aber. In diesem Feld blieb die Falkenraubmöwe dann für fast eine ganze Woche. Dabei zog sie hunderte Ornithologen und Fotografen an. Das schien diese aber nicht zu stören und sie hockte meist nur wenige Meter vor den Fotografen herum. Immer wieder schnappte sie sich Regenwürmer vom Feld oder flog ein wenig um das Feld, bevor sie dann wieder vor den Fotografen landete.

Für zwei Tage ging es dann in den Herbstferien wieder einmal ins Berner Oberland auf die Suche nach den Steinböcken. Mit diesen hatte ich zwar nicht viel Glück, dafür konnte ich nicht nur einen Goldregenpfeifer, sondern auch gerade noch zwei Mornellregenpfeifer fotografieren. Alle drei waren enorm zutraulich und ich konnte sie relativ gut fotografieren.

Mit dem Herbst kommen auch immer die Wintergäste allmählich zu uns in die Schweiz. Im Seeland sind das vor allem Wasservögel. So verbrachte ich im Herbst auch wieder viel Zeit im Floating Hide um die Ankömmlinge aus dem Norden zu fotografieren. Ausnahme ist die Kolbenente. Diese überwintert zwar ebenfalls in der Schweiz, kommt aber eher aus dem Südwesten aus Spanien.

Winter

Die Sonne hatte sich dann im Herbst auch mehr oder weniger verabschiedet. Denn es blieb die meiste Zeit über der Hochnebel in der Region und die Sonne liess sich meist nur sehr kurz blicken. Aufgrund dessen waren die tage noch kürzer und unter der Woche war es meist schon zu dunkel, wenn ich nachmittags aus der Schule kam. Viele Fotos konnte ich deshalb nicht machen. Nachdem ich meine Maturaarbeit abgeschlossen hatte und auch sonst in der Schule nicht mehr viel anstand hatte ich wieder etwas mehr Zeit zum Fotografieren.

Das traf sich gerade gut, denn erst vor kurzem ist im Seeland eine riesige Bergfinken-Truppe eingeflogen. Schätzung belaufen sich derweil auf eine Stückzahl von über einer Million Bergfinken, welche jeden Abend in den gleichen Wald fliegen, um zu übernachten. Am Morgen fliegen die Bergfinken dann in Trupps in alle Richtungen davon und suchen in kleineren Trupps nach Nahrung. Gegen Abend versammeln sich die Vögel dann wieder. Diese riesigen Trupps sind ein wahres Naturspektakel und so verbrachte ich mehrere Abende mit dem Fotografieren der Vögel.

Nachdem ich einige Fotos der Trupps mit schnellen Verschlusszeiten gemacht habe, versuchte ich mich schliesslich, etwas speziellere Bilder zu machen. So wählte ich eher längere Verschlusszeiten und versuchte sogenannte Mitzieher-Bilder zu machen. Dabei verschwimmt der Hintergrund durch die Bewegung und die lange Belichtungszeit. Die fliegenden Bergfinken bleiben dagegen relativ scharf. Diese Art zu fotografieren produziert zwar relativ viel Ausschuss, können aber beim Gelingen eine sehr spezielle Bildwirkung erzeugen.

Wie in den Jahren zuvor hat es auch in diesem Winter mehrere Wasseramseln in der Stadt. Diese sind z.T. nur recht wenig scheu und können recht leicht fotografiert werden. Mit einer Wasseramsel hatte ich bisher besonders viel Glück. Schon an mehreren Tagen konnte ich sie am immer genau gleichen Ort beim Baden fotografieren.

Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich dann nochmal viel Zeit mit fotografieren verbracht. Einige der Fotos sind in der folgenden Galerie. Neben weiteren Wasservögel waren z.B. die Schneesperlinge auf der Gemmi ein weiteres Highlight.

Für nächstes Jahr habe ich schon jetzt viele neuen Ideen und Pläne. Was mir alles gelingen sollte steht noch in den Sternen. Auch biete ich ab nächstem Jahren Workshops an. Du kannst also zusammen mit mir fotografieren gehen und von meinen Erfahrung, Tipps und Tricks profitieren. Mehr dazu findest du unter den Angeboten. Bezüglich der Webseite habe ich ebenfalls einige Dinge geplant und einige Artikel sind schon fast fertig geschrieben. Wenn du die Artikel nicht verpassen möchtest, empfehle ich dir, meinen Newsletter zu abonnieren. Jeweils zu Beginn des Monat informiere ich dich über alle neuen Artikel, Fotos und mehr.

Eine Flussseeschwalbe stürzt sich ins Wasser.
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Nicolas Stettler

Weyernweg 27

2560 Nidau

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16.8.2022

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