Reisebericht: Fotoreise in die Camargue
Die Camargue ist wohl eines der besten Gebiete für die Tierfotografie in ganz Europa. Tausende Flamingos, eine riesige Diversität an Tieren und Massen an Zugvögeln sorgen dafür, dass in der Camargue zu jeder Jahreszeit etwas los ist. Im Frühling sind neben diversen Zugvögeln aber auch schon viele brütende Vogelarten anzutreffen. Um besonders tolle Fotos zu machen, haben wir auf dieser Reise eine eher kleine Anzahl an Locations besucht. Dies hat uns aber auch ermöglicht, die Orte mehrere Male und auch zu unterschiedlichen Tageszeiten zu besuchen. So konnten wir Tiere wie Rosaflamingos, Laubfrösche und Seidenreiher auf verschiedene Art und Weise fotografieren und ein abwechslungsreiches Portfolio kreieren.
Zu den absoluten Highlights der Reise gehörten:
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Rosaflamingos – von Flugaufnahmen, Porträts bis hin zu Mitzieher und Verwischer war alles dabei -
Laubfrösche finden und fotografieren leicht gemacht – Auf engstem Raum konnten wir auch dieses Jahr etliche Individuen entdecken und ungestört fotografieren. -
Diversität trotz wenigen Locations – Auch wenn wir Locations mehrmals angesteuert haben – jedes Mal waren auch Überraschungen dabei!

Eine Gruppe Flamingos fliegt am späten Abend zurück zum Schlafplatz. Durch eine erhöhte Position war es uns möglich, die Vögel vor einem typischen Feuchtgebiet der Camargue abzulichten und dabei den Anschein zu erwecken, mit den Vögel 'mitzufliegen'.
Tag 1 - Ankunft in der Camargue
Die Reise startete in Avignon am Bahnhof, von wo aus wir gemeinsam in Richtung Unterkunft in der Camargue aufbrachen. Bereits auf der Fahrt zum Hotel konnten wir mit Sichler und Lachseeschwalben die ersten typischen Arten beobachten.
Nach dem Beziehen unserer Unterkunft, mitten in der Camargue gelegen, nutzten wir die verbleibende Zeit des Nachmittags direkt für einen ersten Ausflug in der unmittelbaren Umgebung. Dabei präsentierte sich das Gebiet von Beginn an äusserst artenreich: Flamingos in grosser Zahl, Schwarzkopfmöwen, Stelzenläufer und diverse Reiherarten zeigten sich alle recht gut und sorgten für die ersten Fotos auf den Speicherkarten. Doch auch abseits dieser Highlights gab es kaum eine Richtung, in die man mit der Kamera nicht hätte fotografieren können.

In der Reiherkolonie, direkt neben unserer Unterkunft war immer etwas los. Die Motive gingen uns also nie aus...
Unser Ziel des Abends war es, die Flamingos beim Abflug zu ihren Schlafplätzen zu fotografieren. Je tiefer die Sonne sank, desto schöner wurde auch das Licht. Immer wieder flogen vereinzelte Flamingos los, bis schliesslich kurz vor Sonnenuntergang ein grosser Trupp der Flamingos abhob und in die Abenddämmerung davonflog. Im Anschluss fuhren wir gemeinsam in die Stadt, wo wir den ersten Tag bei einem gemeinsamen Nachtessen gemütlich ausklingen liessen.
Fotos der Teilnehmenden
Tag 2 - Von der Dämmerung bis in den Abend: Ein langer und ertragreicher Tag
Noch vor Sonnenaufgang kehrten wir zur Location vom Vorabend zurück – und das aus gutem Grund: Das Motiv-Angebot dort war schlicht so reichhaltig, dass es sich mehr als lohnte, weitere fotografische Ideen auszuprobieren. Tatsächlich sollten wir diesen Ort auch in den folgenden Tagen noch mehrmals besuchen.
An diesem Morgen galt unser erster Fokus der Reiherkolonie im Gegenlicht. Das Ziel: Graureiher auf den Nestern – idealerweise in Gesellschaft von Jungvögeln – als Silhouette vor der aufgehenden Sonne festzuhalten. Die Sonne war an diesem Morgen jedoch fast etwas zu stark, weshalb es dann gar nicht so einfach war, die Reiher entsprechend vor der Sonne schön abzulichten.


Im Verlauf des Morgens verlegten wir unseren Fokus auf ein zweites Ziel: die anfliegenden und landenden Flamingos zu fotografieren. Immer wieder kamen nämlich kleinere Gruppen im Gebiet an. Ideal also, um mit dem Autofokus und den Belichtungseinstellungen zu experimentieren, bis das Bild genau passt! Auch weitere Arten bereicherten das Geschehen, darunter immer wieder Stelzenläufer.


Währenddessen stellte ich etwas abseits der Gruppe zwei Kameras – eine Nikon Z9 und eine Z8 – mit Weitwinkelobjektiv auf und versuchte, mit der AutoCapture-Funktion Flamingos automatisch abzulichten. Das Ergebnis war noch nicht ganz das, was ich mir vorgestellt hatte, doch der Versuch war es in jedem Fall wert.

Aufgenommen mit einem 20 mm f/ 1.8 habe ich die Kamera schon frühmorgens dort platziert. Während ich dann mit meiner anderen Kamera beschäftigt war damit, landende Flamingos zu fotografieren, nahm diese Kamera hier, völlig von alleine diese Bilder auf.
Als das Licht langsam hart wurde, gingen wir zurück zum Hotel, wo uns das Frühstück erwartete. Anschliessend fuhren wir in die Stadt, wo wir uns E-Bikes mieteten, um die Camargue auf einer rund 25 Kilometer langen Radtour zu erkunden. Unterwegs begegneten uns diverse Limikolen-Schwärme, die sich hauptsächlich aus Zwerg- und Alpenstrandläufern zusammensetzten. Daneben konnten wir Zwerg- und Brandseeschwalben, Austernfischer, Seidenreiher, Grauammern, Schafstelzen sowie Stelzenläufer beobachten. Zurück am Ausgangspunkt gab es zur Belohnung noch ein leckeres Eis, bevor wir zur Unterkunft zurückkehrten und eine wohlverdiente Mittagspause einlegten.
Gegen Abend, als das Licht allmählich wieder besser wurde, brachen wir zu einer weiteren Location im Osten der Camargue auf – einem alten Turm, der einen weiten Überblick über ein ausgedehntes Feuchtgebiet bot. Von dort aus hofften wir, Vögel im Flug fotografieren zu können. Mit etwas Geduld gelang uns das auch recht gut! Besonders zwei Seidenreiher zeigten sich von ihrer besten Seite. Im Turm brüteten auch einige Rauchschwalben, weshalb diese auch immer mal wieder an uns vorbeiflogen. Einmal zeigte sich dann auch eine Lachseeschwalbe, Star des Abends waren dann wieder die Flamingos. So flogen immer wieder Gruppen am Turm vorbei. Durch die besondere Perspektive und den malerischen Hintergrund hat man bei den Bildern das Gefühl, man schwebe direkt mit den Flamingos mit!
Nach Sonnenuntergang fuhren wir schliesslich zurück in die Stadt, wo der lange Tag bei einer Pizza einen würdigen Abschluss fand.

Vor dem blauen Wasser heben sich die roten Flügel besonders gut vom Hintergrund ab.
Fotos der Teilnehmenden
Tag 3 - Spiegelungen, Laubfrösche und ein unvergesslicher Sonnenuntergang
Auch der dritte Tag begann früh, noch vor Sonnenaufgang – diesmal jedoch an einer anderen Location. Dort erwarteten uns aber dennoch einige alte Bekannte: Flamingos, die sich bei wunderbarer Spiegelung und einem stimmungsvollen Sonnenaufgang fotografieren liessen. Auch zwei Höckerschwäne zeigten sich recht gut vor dieser eindrücklichen Kulisse.


Da an diesem Morgen generell viele Flamingos in der Luft waren, bot sich mir die lang erhoffte Gelegenheit, zwei davon als Silhouette vor der aufgehenden Sonne im Flug festzuhalten. Eine ungünstig platzierte Wolke machte zwar etwas einen Strich durch die Rechnung – dennoch bin ich damit schon mal einigermassen zufrieden. Vielleicht bietet sich ja noch eine Gelegenheit, das Bild etwas zu verbessern…

Neben den Flamingos konnten wir am Morgen aber noch einige andere tolle Vogelarten beobachten und fotografieren. Insbesondere das Purpurhuhn konnten wir auch in diesem Jahr recht gut fotografieren. Auch wenn es nicht ganz einfach war, eine gute Lücke durchs Schilf zu finden, zeigten sich einige davon dann doch ziemlich offen.
Nach dem Frühstück ging es schliesslich weiter in ein nahegelegenes Schilfgebiet, das für eine weitere Besonderheit der Camargue bekannt ist: den Mittelmeer-Laubfrosch. Leider machten uns an diesem Morgen zahlreiche Mücken das Fotografieren etwas schwerer als erhofft, weshalb wir zügiger vorankamen als geplant. Immerhin konnten wir rund ein Dutzend Laubfrösche entdecken – und mit den verbleibenden Tagen blieben noch weitere Gelegenheiten, es nochmals in Ruhe zu versuchen.

Am späteren Mittag kehrten wir zum Mittagessen in die Stadt zurück. Danach gönnten wir uns eine längere Pause in der Unterkunft. Das Licht war denn auch noch viel zu hart, um wirklich fotografieren zu können.
Am frühen Abend brachen wir in den Osten der Camargue auf, wo wir in weitläufigen Salinen und Lagunen nach weiteren Vogelarten Ausschau hielten. Zunächst zeigten sich Seeregenpfeifer, Brand- und Raubseeschwalben sowie einige Dünnschnabelmöwen. Allerdings waren die allermeisten Tiere eher auf sehr grosse Distanzen zu sehen, weshalb wir einen Standortwechsel vornahmen. Und dieser zahlte sich aus: Die Vögel waren an diesem Ort wesentlich näher, und die Artenvielfalt entfaltete sich eindrücklich. Neben zahlreichen Seeregenpfeifern beobachteten wir Kiebitzregenpfeifer, Goldregenpfeifer, Steinwälzer, Alpenstrandläufer, Dunkelwasserläufer, Rotschenkel und Grünschenkel – kurzum: einiges los!
Das fotografische Highlight des Tages war jedoch zweifellos der Sonnenuntergang. Er präsentierte sich in voller Pracht, und wir konnten Flamingos bei der Nahrungssuche wie auch im Flug vor der untergehenden Sonne festhalten. Auch zwei Stockenten setzten sich kurz vor Sonnenuntergang noch perfekt als Silhouette in Szene. Mit vielen schönen Bildern im Gepäck und gespannt auf den nächsten Tag fuhren wir schliesslich zurück zur Unterkunft.

Die Stockente flog perfekt vor der untergehenden Sonne durch. Dank der leichten Wolkenschicht war es auch leichter, die Sonne so zu belichten, dass diese auch nicht ausbrannte bzw. überbelichtet wurde. Dennoch brauchte es mit 1/32'000 und ISO 64 eine sehr dunkle Belichtung, damit dies so möglich war.
Fotos der Teilnehmenden
Tag 4 - Schwalben, Blauracken und Camargue-Pferde
Tag 4 begann erneut in aller Frühe – diesmal kehrten wir zum grossen Turm inmitten des Feuchtgebiets zurück. Der Morgen war diesmal etwas ruhiger als gewohnt, doch langweilig wurde es dennoch nicht. Im Fokus standen an diesem Morgen vor allem Rauchschwalben, die rastlos um uns herumflogen. Sie im Flug zu fotografieren war eine echte Herausforderung – sie waren schlicht zu schnell und zogen keine vorhersehbaren Bahnen. Dennoch gelang es einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ein paar sehenswerte Bilder einzufangen. Gelegentlich liessen sich die Schwalben auch auf Ästen vor uns nieder und ermöglichten so etwas einfachere Aufnahmen.


Zurück in der Unterkunft gab es zunächst ein gemeinsames Frühstück, anschliessend nutzten wir die Zeit für einen kleinen Theorieblock: Wir besprachen verschiedene Aspekte rund um den Autofokus sowie Belichtung und Belichtungskorrektur – praxisnah und angepasst an das, womit wir in den Vortagen gearbeitet hatten. Danach ging es in die Stadt zum Mittagessen, gefolgt von einer Erholungspause in der Unterkunft. Neben einem Powernap bot diese auch genügend Zeit, die Bilder der vergangenen Tage zu sichten und zu sortieren.
Am späten Nachmittag brachen wir wieder auf. Mehrere kleinere Stopps auf dem Weg erwiesen sich als durchaus lohnend: In der Kulturlandschaft der Camargue konnten wir neben Grauammern auch zwei Blauracken beobachten. Die beiden tauchten nur kurz vor uns auf der Strasse auf. Fotos gab es entsprechend leider keine, die Beobachtung war aber dennoch eine schöne Überraschung!
Mit den Blauracken-Erinnerungen im Gepäck ging es weiter zu den Camargue-Pferden. In einer wunderschönen Lagunenlandschaft hatten wir die Möglichkeit, die eleganten Tiere in verschiedensten Situationen zu fotografieren. Etwas ungewohnt für uns, da wir uns sonst vorwiegend auf Vögel konzentrieren – aber genau das machte es zu einer willkommenen Abwechslung. Auch wenn uns die Mücken erneut nicht ganz in Ruhe liessen, kehrten wir hochzufrieden und mit weiteren tollen Bildern auf den Speicherkarten zurück zur Unterkunft.




Fast schon ein wenig kitschig...
Fotos der Teilnehmenden
Tag 5 - Stelzenläufer, Spiegelungen und Bildgestaltung
Den 5. Tag der Reise starteten wir erneut direkt in der unmittelbaren Umgebung der Unterkunft, wo wir uns einmal mehr den Flamingos und den verschiedenen Reiherarten widmeten. Besonders schön liessen sich an diesem Morgen die landenden Flamingos fotografieren. Einige Wolken verhinderten zwar einen spektakulären Sonnenaufgang. Dafür bescherte uns das diffusere Licht eine etwas längere Phase mit brauchbaren Bedingungen. So konnten wir uns diesen Morgen etwas mehr Zeit lassen als sonst.
Mein persönliches Highlight des Morgens waren die Stelzenläufer. Da es weitgehend windstill war, zeigten sich im ruhigen Wasser wunderbare Spiegelungen. Die Stelzenläufer zeigten sich zudem ausgesprochen kooperativ und wateten einige Male auf perfekter Fotodistanz vor mir durch. Unter den Stelzenläufern gab es dann aber auch immer wieder kleinere Streitigkeiten und Auseinandersetzungen. Auch im Flug liessen sie sich an diesem Morgen gut festhalten.


Auf dem Rückweg zur Unterkunft verbrachten wir nochmals etwas Zeit mit dem Fotografieren der Reiherkolonie, bevor es dann aber wirklich Zeit fürs Frühstück wurde.

Die anschliessende Pause nutzten wir zum Sortieren und Bearbeiten der Bilder – oder schlicht zum Nachschlafen, was angesichts der doch recht kurzen Nächte eine durchaus willkommene Option war.
Mittags ging es wie gewohnt in die Stadt zum Essen. Am Nachmittag nahmen wir uns Zeit für einen weiteren Theorieblock: Diesmal standen Komposition und Bildgestaltung im Vordergrund, wobei wir verschiedene Ansätze thematisierten und besprachen.
Am Abend kehrten wir an die gleiche Location wie am Morgen zurück. Startende Flamingos, aktive Stelzenläufer, Reiher sowie Lach- und Flussseeschwalben im Gegenlicht sorgten für abermals reichlich Fotos auf den Speicherkarten. Den einen oder anderen Mückenstich gab es obendrauf – ein fairer Preis aber für so viele grossartige Fotomotive an einem einzigen Ort!

Dank der langsamen Verschlusszeit von 1/15 Sekunde wurde das Wasser und auch ein grosser Teil des Flamingos schön verschwommen.
Fotos der Teilnehmenden
Tag 6 - Vom Sandstrand bis in die Berge
Zum ersten Mal auf der Reise starteten wir den Tag etwas später. Zu dicht war die Bewölkung an diesem Morgen, und so trafen wir uns erst etwas später zum gemeinsamen Frühstück. Danach nutzten wir allerdings das schön weiche Licht und fuhren nochmals zu den Laubfröschen. Insbesondere für Fotos von Laubfröschen sind Wolken geradezu ideal, da die Haut der Frösche weniger reflektiert und die Farben dadurch viel besser zur Geltung kommen. Insgesamt konnten wir über 20 Laubfrösche entdecken, darunter auch ein braunes Individuum. Besonders schön: Einige sassen zu zweit oder sogar zu dritt auf ein und demselben Ast. Die Motivvielfalt war entsprechend gross. Auf dem Rückweg bereicherten eine Smaragdeidechse sowie verschiedene Schnecken und Insekten unsere fotografische Ausbeute zusätzlich.


Am Mittag gab es wie gewohnt ein gemeinsames Essen, bevor wir uns am Nachmittag wiederum eine Pause gönnten.
Gegen Abend wechselten wir schliesslich das Terrain vollständig und fuhren in die Alpilles. Hier machten wir uns hauptsächlich auf die Suche nach der Blaumerle. Bereits am Parkplatz wurden wir ein erstes Mal fündig, wenn auch noch aus grösserer Distanz.
In der Hoffnung auf bessere Sichtungen begaben wir uns auf ein Plateau, auf dem wir zuvor die Blaumerle gesichtet hatten. Dort angekommen zeigten sich dann aber eher Felsenschwalben, Mauer- und Alpensegler. So gingen wir etwas früher auf den Rückweg, machten dabei aber noch einen kleinen Umweg, um weitere Felsstrukturen absuchen zu können. Und der Aufwand lohnte sich! Fast schon beim Parkplatz angekommen, entdeckten wir nochmals eine Blaumerle und konnten sie diesmal auch einigermassen gut fotografieren!




Fotos der Teilnehmenden
Tag 7 - Best-of Camargue
Der letzte vollständige Tag der Reise begann wiederum recht früh, direkt neben der Unterkunft. Ein letztes Mal nutzten wir die Nähe zur so ertragreichen Location in vollen Zügen: Die Flamingos liessen sich nochmals aus nächster Nähe fotografieren, und auch die Reiherkolonie bot diverse Fotomotive. Besonders schön war dabei zu beobachten, wie stark die jungen Graureiher in dieser einen Woche bereits gewachsen waren. Auch Sichler und die weiteren Reiherarten waren wie gewohnt präsent und liessen sich gut fotografieren.
Da wir diese Location über die vergangenen Tage gut kennengelernt hatten, wusste inzwischen jede und jeder, wo sich die besten Motive befanden. So hatte jede und jeder die Möglichkeit, dort nochmals anzuknüpfen, wo noch Potenzial für ein Foto gesehen wurde. Oder aber es galt noch, eine Idee umzusetzen, die bisher nicht so ganz geklappt hatte.


Im Verlauf des Morgens zogen einige Wolken auf, was es uns ermöglichte, noch etwas länger bei einigermassen gutem Licht zu fotografieren. Als wir dann schon den Spaziergang zurück zur Unterkunft antreten wollten, zeigte sich zu unserer Überraschung plötzlich ein Nachtreiher wunderbar vor uns. Entsprechend kamen wir dann doch noch etwas später als geplant zum Frühstück ins Hotel zurück.

Der Nachtreiher zeigte sich zwar immer noch etwas verdeckt, für diese Art war schon das aber recht erstaunlich. Mit den umliegenden Blätter und Ästen ergab sich aber so ein schöner Rahmen bzw. eine natürliche Vegetations-Vignette.
Den weiteren Vormittag nutzten wir erneut zum Sortieren der Bilder, bevor es mittags in die Stadt zum Mittagessen ging. Am Nachmittag besprachen wir erstmals gemeinsam eine erste Auswahl der entstandenen Fotos und tauschten uns darüber aus, was sich in der Nachbearbeitung noch herausholen liesse – ein schöner Moment, die Woche fotografisch Revue passieren zu lassen.
Zum Abend hin zog es uns nochmals zum Turm im Feuchtgebiet, wo wir ein letztes Mal auf Vögel im Flug hofften. Mein persönliches Highlight waren dabei zwei Purpurreiher, welche sich nicht nur gut fotografieren liessen, sondern gleichzeitig die siebte und damit letzte Reiherart des Tages darstellten! Somit konnten wir an diesem Tag tatsächlich alle Reiherarten der Camargue beobachten.


Auch Lachseeschwalben und einige weitere Arten zeigten sich vom Turm aus. Die Windrichtung sorgte allerdings dafür, dass wir nicht ganz so gute Sichtungen hatten wie an den Tagen zuvor. Auch wenn es an diesem Abend also nicht mehr ganz so viele Bilder gab, bot sich uns nochmals ein wunderschöner Sonnenuntergang – dies in Anwesenheit einer tollen Gruppe, mit vielen spannenden Gesprächen und zahlreichen Erinnerungen an eine wunderbare Woche.
Fotos der Teilnehmenden
Tag 8 - Tag der Abreise
Bei einem letzten gemeinsamen Frühstück liessen wir die vergangenen Tage nochmals Revue passieren, bevor es mit dem Auto in Richtung Bahnhof Avignon ging.
Auch auf dieser letzten Fahrt zeigte sich die Camargue von ihrer artenreichen Seite. So konnten wir unterwegs nochmals diverse Reiherarten, Sichler, Schwarzkopfmöwen, Lachseeschwalben und Weissstörche beobachten.
So endete eine wunderbare Woche voller unvergesslicher Beobachtungen, stimmungsvoller Sonnenuntergänge und natürlich dem einen oder anderen Mückenstich. Doch spätestens beim Blick auf die vielen gelungenen Fotos wird klar: Es war jeden einzelnen davon wert…
Neugierig gemacht?
Die nächste Fotoreise in die Camargue im Frühling findet voraussichtlich im April/Mai 2028 statt. Im Spätsommer hat es aber noch Plätze im September/Oktober 2026 und es wird auch im 2027 voraussichtlich eine stattfinden.
Weitere Fotoreisen von mir findest du auf meiner Webseite unter Reisen oder direkt bei Birdingtours.
Weitere Bilder
Selber war ich dann nochmals gut eine Woche alleine in der Region unterwegs. Dabei haben sich natürlich nochmals etliche Fotos angesammelt. Unter anderem war ich auch mal noch bei den Gänsegeier zu Besuch, konnte mit dem (Floating) Hide Lachseeschwalben und Bienenfresser fotografieren und auch das Wetter zeigte sich für einmal von einer anderen Seite...



























