Meine 10 besten Fotos vom Januar

Der Januar 2021 ist schon wieder Geschichte. Doch so schnell der Monat auch vorbeiging, rückblickend hatte ich einige wunderbare Begegnungen mit diversen Vogelarten. In diesem Artikel zeige ich dir die 10 besten Fotos welche dabei resultierten.

1. Erlenzeisig

1/400 | f/ 4 | ISO 220 | 500mm

Diesen Winter hat es in der Schweiz aussergewöhnlich viele Erlenzeisige. Nachdem ich in den vorherigen Jahren nie ein gutes Foto der schönen Art ergattern konnte, hatte es bereits am 3 Tag des Jahres geklappt. Ein Truppe von gut 30 Erlenzeisige turnte in ein paar Erlen an einem Flussufer herum. Ich stand leicht erhöht auf einem Weg und konnte damit die Vögel praktisch auf Augenhöhe, wenn nicht sogar etwas von oben herab fotografieren. Dadurch hatte ich nicht den bewölkten Himmel im Hintergrund, sondern die Bäume vom anderen Ufer. Nun musste ich nur noch einen Vogel erwischen, welcher sich an eine gute Stelle setzte.

Erlen sind aber dafür nicht gerade geeignet. Die Bäume haben ein sehr dichtes Astwerk und die Zeisige ohne störende Bildelemente zu fotografieren gestaltete sich als sehr schwierig. Es galt also probieren, probieren und probieren. Einige Hundert Fotos später hatten die Erlenzeisige den gesamten Baum abgefressen und sie zogen weiter. Ich hatte bisher gar keine Zeit die Bilder anzuschauen und so war ich überglücklich als ich tatsächlich einige gute Bilder entdeckte. Dieses Bild von einem Erlenzeisig-Männchen gefällt mir von all den gemachten Fotos an diesem Tag am besten.

2. Alpenstrandläufer

1/160 | f/ 9 | ISO 1000 | 500mm

Schon Ende letztes Jahr konnte ich diesen Alpenstrandläufer auf einer Mole entdecken. Allerdings befand ich mich damals auf der falschen Seite des Kanals und ich musste mich allmählich auf den Heimweg machen. Einige Tage später, allerdings bereits im neuen Jahr, versuchte ich es erneut. Diesmal war ich auf der richtigen Seite des Kanals und der Alpenstrandläufer befand sich praktisch am gleichen Ort wie zuvor. Einzige Änderung war, dass sich noch ein Artgenosse dazugesellte.

Die beiden waren überhaupt nicht scheu und liessen sich durch mich überhaupt nicht stören. Trotzdem näherte ich mich ihnen äusserst vorsichtig an, damit ich die beiden nicht störte. Ausser ein paar prüfenden Blicken zeigten sich die Alpenstrandläufer aber wesentlich desinteressiert und schliefen ruhig weiter. Dies erlaubte mir, mit diversen Kompositionen und Bildausschnitten zu experimentieren.

3. Erlenzeisig

1/320 | f/ 4 | ISO 2500 | 500mm

Einige Tage später stand ich dann erneut an einer Erle, auf welcher zahlreiche Erlenzeisige herumkletterten. Diese Vögel waren noch kooperativer als die ersten und so musste ich für einige Fotos tatsächlich etwas zurücklaufen, damit das Objektiv noch fokussieren konnte. Ein männlicher Erlenzeisig fiel mir in der Truppe besonders auf. So machte dieser der Anschein, als würde ein gelber Leuchtstift durch den Baum hüpfen. Ich hatte besonders viel Glück und genau dieses Männchen landete schliesslich nur wenige Meter von mir entfernt auf einem Ast ohne störende Bildelemente in der Nähe. Der Zeisig blieb glücklicherweise auch relativ lange am selben Ort und so konnte ich sicherstellen, dass ich dieses Prachtexemplar auch wirklich scharf fotografiert habe.

4. Fischende Lachmöwe

1/3200 | f/ 4 | ISO 450 | 500mm

Eigentlich war an diesem Tag auf der Suche nach Singschwänen, Schellenten und Prachttaucher. Diese Lachmöwe stahl den anderen Vögeln aber die Show. Nur wenige Meter von mir entfernt jagte sie in einem kleinen Tümpel nach Fischen. Diese wurden darin gefangen, als der Seewasserspiegel sich senkte. Der Lachmöwe ausgeliefert tauchte diese immer wieder kopfvoran ins Wasser und tauchte mit einem Fisch im Schnabel wieder auf. Bei diesem Versuch erwischte die Lachmöwe sogar zwei Fische auf einmal. Was im Bild nicht zu sehen ist: Als die Lachmöwe die beiden Fische schlucken wollte, konnten sich diese befreien.

5. Schwarzkopfmöwe bei Sonnenuntergang

1/1250 | f/ 4 | ISO 160 | 500mm

Zusammen mit Levi war ich an diesem Nachmittag eigentlich auf der Suche nach Eiderenten. Diese waren aber nicht sehr kooperativ. Diese Schwarzkopfmöwe machte das aber wieder wett. Diese war recht aktiv und hatte sich an die Menschen im Hafenareal gewöhnt. Die Sonne ging bereits unter, als die Schwarzkopfmöwe ein letztes Mal an uns vorbeiflog. Das Foto ist zwar technisch nicht das spannendste, die Farben und der Fakt, dass dies meine erste Schwarzkopfmöwe in der Schweiz war, macht dieses Bild trotzdem zu einen meiner Lieblingsbilder des Monats.

6. Schwarzkehlchen im Schnee

1/400 | f/ 4 | ISO 360 | 500mm

Als es an diesem Nachmittag zu schneien begann, sass ich noch in der Schule und programmierte im Ergänzungsfache eine einfache Schaltung. Ich konnte es kaum erwarten, bis die Schulglocke läutete. Endlich daheim angekommen, tauschte ich schnell den Schulrucksack mit dem Fotorucksack und stieg wieder aufs Fahrrad. Wegen dem vielen Schnee kam ich nicht allzu schnell voran. Ich musste aber auch nicht wirklich weit fahren, denn schon wenige Minuten später entdeckte ich ein paar Schwarzkehlchen. Diese wurden wohl vom Schnee überrascht und suchten am Seeufer nach Nahrung. Eines der Weibchen war recht zutraulich und landete vor mir im Schnee. Glücklicherweise hatte ich dies schon antizipiert und meine Kamera entsprechend eingestellt. So hatte es gerade noch für ein scharfes Foto gereicht, bevor der Vogel weiterflog.

7. Wintergoldhähnchen

1/500 | f/ 4 | ISO 2200 | 500mm

Über Nacht hatte es noch ein wenig weiter geschneit und so machte ich mich am nächsten Morgen auf die Suche nach weiteren Singvögeln. Die Schwarzkehlchen hatte ich zwar nicht gefunden, dafür traf ich im Wald auf diverse andere Singvogelarten. Während die meisten davon eher weit entfernt waren, hatte ich mit diesem Wintergoldhähnchen mehr Glück. Wie so typisch für Goldhähnchen war dieses zwar äusserst zappelig unterwegs, dank dem schnellen Autofokus der D850 und dem 500mm f4 reichte es aber gerade noch so, ein gutes Foto zu schiessen, bis der Vogel im Dickicht verschwand. Wie auch bei den Erlenzeisigen war dies eine Premiere. Denn zuvor hatte ich es bisher nie geschafft, ein Wintergoldhähnchen schön abzulichten.

8. Eisvogel bei Sonnenuntergang

1/400 | f/ 4 | ISO 200 | 500mm

Obwohl ich den Eisvogel im Winter praktisch täglich zu Gesicht bekomme, konnte ich diesen in den letzten beiden Jahren nie gut fotografieren. Dieser Eisvogel hier war aber sehr zutraulich und ich konnte endlich wieder einmal ein gutes Foto von dieser wunderschönen Art machen. Der Eisvogel wechselte sogar zwei Mal seine Sitzwarte und kam dabei immer näher auf mich zu.

Nach einiger Zeit flog der Eisvogel dann davon. Er flog aber nicht von mir weg, sondern zischte neben mir vorbei und davon. Was ein schönes Erlebnis!

9. Kohlmeise im Schneetreiben

1/500 | f/ 4 | ISO 720 | 500mm

Im Winter können an Vogelfutterstellen diverse Singvögel beobachtet werden. Dazu habe ich einen schönen Ast auf dem Waldboden gesucht und diesen an meinem Stativ befestigt. Zusätzlich habe ich mir einen Meisenknödel ausgeliehen, welcher neben dem Waldweg an einem Busch befestigt war. Die Vögel brauchten nicht lange, bis sie auf dem positionierten Ast landeten. Vor allem Kohl- und Blaumeisen landeten immer wieder darauf, bevor sie sich an den Meisenknödel hingen. An diesem Morgen zogen immer wieder starke Schneefälle vorüber. Die Vögel liessen sich aber dadurch nicht beirren und so konnte ich einige Fotos von den Meisen im Schneetreiben machen. Dieses Foto einer Kohlmeise gefällt mir von den vielen Fotos am besten.

10. Schwanzmeise

1/500 | f/ 4 | ISO 360 | 500mm

Die Temperaturen schwankten an diesem Tag gerade um den Nullpunkt und es ging ein starker Wind. Immer wieder taute der Schnee auf, bis der nächste Schneefall, die Landschaft wieder in weiss hüllte. Von den Bäumen tropfte es ständig herab und so war ich nach einigen Stunden völlig durchnässt. Durch den recht starken Wind hatte ich bald einmal kalte und nasse Finger. Ausser dem Auslöser und dem Knopf für den Autofokus konnte ich die Kamera nicht mehr wirklich gut bedienen und so entschied ich mich, die Sachen zu packen. Ich wollte die Kamera gerade vom Stativ nehmen, als aus dem Nichts diese Schwanzmeise auf meinem Ast landete. So schnell sie kam, war sie auch schon wieder verschwunden, doch die Zeit hatte gereicht und von den 5 gemachten Fotos war genau eines perfekt scharf.

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Nicolas Stettler

Weyernweg 27

2560 Nidau

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16.8.2022

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