Flügel eines Rosaflamingos

Einstellungen

Belichtungszeit: 1/800

Blendenöffnung: f/ 6.3

ISO-Empfindlichkeit: ISO 280

Brennweite: 600mm

Objektiv: Sigma 150-600mm F5-6,3

Kamera: Nikon D850

Letzten Herbst war ich für 2 Wochen in der Camargue in Südfrankreich. Dort erwartet einen eine gewaltige Artenvielfalt und ist ein Paradies für jeden Vogelbeobachter und Fotografen. Für eine Vogelart ist die Camargue besonders berühmt. In der Camargue leben nämlich Tausende Rosaflamingos. Diese kann man fast überall beobachten.

Die Gewässer in der Camargue trocknen im Spätsommer immer öfters aus. Das hatte zur Folge, dass viele Vögel weit weg von den Wegen, in den Mitten der fast leeren Gewässern waren. Zum Fotografieren war dies an vielen Orten zu weit weg.

In der Camargue gibt es einen Park, in dem er Wasserstand das ganze Jahr reguliert wird. Deshalb weichen viele Arten zu diesen Teichen des Parc Ornithologique de Pont de Gau aus. Zudem werden die Vögel mit leeren Reishüllen angefüttert. Die eigentlich freilebenden Flamingos nutzen diese Nahrungsquelle und viele der Vögel bleiben das ganze Jahr an den Teichen. Um den Teich wurde ein Weg angelegt und man kann die Flamingos aus wenigen Metern beobachten und fotografieren. Diese haben sich an die Menschen gewöhnt und zeigen praktisch keine Scheue mehr.

Während ich mich zuerst dem Porträtieren der Flamingos gewidmet hatte, merkte ich allmählich, dass das nicht so gut funktionieren würde. Ich war nicht der einzige Fotograf, welcher an diesem Abend im Park war und mir wurde klar, dass das Standardporträt wahrscheinlich schon tausende Male geschossen wurde. So versuchte ich etwas einzigartigere Ausschnitte und Verhalten festzuhalten.

Immer wieder landeten weitere Flamingos am Teich. Andere Vögel wiederum starteten und suchten wahrscheinlich schon ihren Schlafplatz auf. Ich versuchte also fürs erste die Flamingos im Flug zu fotografieren. Weil die Flamingos einen sehr langen und dünnen Körper haben, fand ich aber einfach keine Bildkomposition, welche die Vögel nicht komisch aussehen liess. Ich versuchte auch mit längeren Belichtungszeiten, sogenannte Mitzieher, einzufangen. Doch auch hier trat dasselbe Problem auf. Zudem war der Hintergrund nicht besonders schön und so verwarf ich die Idee des Fotos vom Flamingo im Flug.

Ich bemerkte, dass wenn eine Gruppe Flamingos im Anflug war, die Flamingos am Boden ihre Flügel spreizten. Dabei zeigten die Flamingos ihre stark rot gefärbten Flügel, welche mit dunkeln Hand und Armschwingen umrahmt sind. Problem war allerdings, dass ich nie wusste, welcher Flamingo wann die Flügel spreizen würde. Dieses Verhalten zeigten die Flamingos zwar recht häufig, aber sie spreizten ihre Flügel nur für einige wenige Sekunden. Der Autofokus meines Sigma 150-600 Sport war meist einfach zu langsam, um rechtzeitig auf die Flügel scharfzustellen.

So liess ich die Kamera für einige Minuten sinken, um herauszufinden, ob sich das Flügelspreizen schon vorhersagen liesse. Zwar konnte ich kein spezielles Verhalten erkennen, was mir anzeigen konnte, welcher Flamingo die Flügel spreizen würde, trotzdem schien mir die kurze Pause ein wenig zu helfen. Die wenigen Millisekunden, welche ich das Verhalten früher erkennen konnte, haben gereicht und der Autofokus hatte genug Zeit, um scharfzustellen. Nach einigen weiteren Versuchen hatte ich endlich ein scharfes Bild der Flügel.

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Nicolas Stettler

Weyernweg 27

2560 Nidau

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16.8.2022

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